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Diaspora

Achtzig Jahre kroatische Seelsorge in Deutschland

Die Feier in Frankfurt erinnerte an acht Jahrzehnte Glauben und Gemeinschaft und an die Bedeutung der Sorge für Familien, junge Menschen und kroatische Gemeinden im Ausland.

Fotos zum Bericht über 80 Jahre kroatische Seelsorge in Deutschland.

Am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, wurde im Frankfurter Dom St. Bartholomäus das 80-jährige Bestehen der organisierten Seelsorge für Kroaten in Deutschland gefeiert. Der Erzbischof von Vrhbosna, Tomo Vukšić, leitete die feierliche Eucharistie. Er ist Vorsitzender des Rates der Bischofskonferenzen Kroatiens und Bosnien und Herzegowinas für die kroatische Auslandsseelsorge.

Dankbarkeit für acht Jahrzehnte Gemeinschaft

Die Feier versammelte Priester und Gläubige in Dankbarkeit für alle, die seit 1946 kroatische katholische Gemeinden in Deutschland aufgebaut haben. Laut dem beigefügten Bericht gestaltete der Chor „Mato Lešćan“ der kroatischen katholischen Pfarrei Frankfurt unter der Leitung von Schwester Pavlimira Šimunović den liturgischen Gesang.

Die Anfänge der organisierten Seelsorge sind mit Don Andrija Kordić verbunden. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die kroatischen katholischen Missionen zu Orten des Gebets, des sakramentalen Lebens, der Begegnung und der gegenseitigen Hilfe. Viele fanden hier ein Stück Heimat, bewahrten die kroatische Sprache und Kultur und gaben den Glauben an neue Generationen weiter.

Nähe zu Familien und neuen Generationen

Im Mittelpunkt der Botschaft des Erzbischofs stand die beständige Sorge der Kirche für Kroaten im Ausland. Der Bericht vermittelt seine Ermutigung an Gemeinden, die zwischen der Verbundenheit mit der Heimat und dem Aufbau eines Lebens in einer neuen Umgebung stehen. Familien, Kinder und Jugendliche nehmen dabei einen besonderen Platz ein, da heute häufig ganze Familien ins Ausland ziehen.

Nach den im Bericht genannten Angaben gibt es weltweit 180 kroatische Pfarreien, Missionen und Zentren, davon 95 in Deutschland. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die mit ihrem Dienst, ihrem Glauben und ihrer Ausdauer das Gemeindeleben tragen.

Glaube in der Begegnung mit dem Nächsten

Mit dem Hinweis auf den Ruf des Evangeliums, Fremde aufzunehmen, verband der Erzbischof die kroatische Migrationserfahrung mit der Verantwortung für Menschen in Not. Verständnis, Gastfreundschaft und Respekt gegenüber Zugewanderten gehören zum konkret gelebten Glauben.

Ein weiterer wichtiger Teil der Botschaft war der Aufruf zum Gebet um neue Priester- und Ordensberufungen. Kroatische Gemeinden im Ausland sind eingeladen, ihre Priester und Missionen zu unterstützen und ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Menschen ihre eigene Berufung erkennen können.

Ein Impuls für die Initiative Kroaten im Ausland

Dieses Jubiläum ermutigt uns zum gemeinsamen Gebet, zur Verbundenheit unserer Menschen in Christus und zur Sorge dafür, dass niemand in der Gemeinschaft allein bleibt. Der Dank für die vergangenen achtzig Jahre ist zugleich eine Einladung, mit unseren Gaben am Leben der Kirche dort mitzuwirken, wo wir leben, und Familien und jungen Menschen besonders nahe zu sein.

Dieser Artikel wurde auf Grundlage des Berichts „Hrvati izvan Domovine“ verfasst. Der vollständige Bericht ist als PDF verfügbar. Eine zusätzliche Quelle enthält die veröffentlichte Predigt von Erzbischof Vukšić.

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